Photo Dynamische Therapie

Liebe Patientin, lieber Patient,
die Photodynamische Therapie (PDT) stellt eine neuartige Methode zur Behandlung von Basalzellkarzinomen und aktinischen Keratosen der Haut dar, die zu hervorragenden kosmetischen Ergebnissen ohne Ausbildung von Narben führt.
Welche Hautveränderungen lassen sich mit der Photodynamischen Therapie erfolgreich behandeln?
Die Wirksamkeit der PDT ist zur Zeit für die Beseitigung flacher Basalzellkarzinome und aktinischer Keratosen wissenschaftlich belegt. Aktinische Keratosen sind Krebsvorstufen (Präkanzerosen) in Form umschriebener Hornschwielen, die durch chronische Lichteinstrahlung verursacht werden und überwiegend im Gesicht und an den Handrücken zu finden sind. Das Basalzellkarzinom (Basaliom) stellt die häufigste Krebsart der Haut dar; es wird als semimaligne (semi = halb, maligne = bösartig) bezeichnet, weil es zwar gewebezerstörend wächst, aber keine Töchterge-schwülste (Metastasen) ausbildet. Sowohl das Basalzellkarzinom als auch die aktinische Keratose bedürfen einer wirksamen Behandlung.
Wie funktioniert die Photodynamische Therapie?
Bei Basalzellkarzinomen oder Aktinischen Keratosen, die mit einer dickeren Kruste bedeckt sind, muß vor der Behandlung eine Abweichung der Kruste mit einer Fettsalbe oder eine Kürretage erfolgen. Die zu beseitigende Hautveränderung wird mit einer Salbe behandelt, die für circa 4 Stunden einwirken soll. Die Salbe enthält einen Photosensibilisator, der von den Tumorzellen gespeichert wird. Anschließend erfolgt eine Bestrahlung der Haut für circa 15 Minuten mit einer Speziallampe, die Licht im Spektralbereich des grünen Lichtes abstrahlt. Die vorbehandelten Tumorzellen werden durch das Licht selektiv zerstört, während die unbehandelte Haut keinerlei Reaktion zeigt. Die mit der PDT behandelten aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinome heilen innerhalb weniger Wochen ohne sichtbare Narbenbildung ab.
Welche Vorteile bietet die Photodynamische Therapie gegenüber anderen Methoden?
Bisher werden Basalzellkarzinome meist operativ entfernt. Aktinische Keratosen werden mit Flüssigstickstoff vereist, in örtlicher Betäubung kürretiert oder mit Säuren behandelt. Die PDT ist eine nicht operative und nicht invasive Behandlungsmethode, die hervorragende ästhetische Ergebnisse liefert. Außerdem läßt sich mit einer der PDT ähnlichen Methodik (Photodynamische Diagnostik = PDD) die exakte Breitenausdehnung von Basalzellkarzinomen bestimmen, so daß die behandelten Tumoren vollständig entfernt werden können.
Welche Nebenwirkungen oder Nachteile kann die PDT haben?
Während der Bestrahlung kann es im Bereich der vorbehandelten Hautareale zu Brennen und Stechen kommen. In den darauffolgenden Tagen können die behandelten Herde nässen und Krusten ausbilden. Für mehrere Wochen kann sich eine deutliche Rötung zeigen. In 5 bis 10 % der Fälle läßt sich mit der PDT der behandelte Tumor in einer Sitzung nicht vollständig entfernen, so dass eine Wiederholung der Behandlung notwendig ist.
Was ist nach der Durchführung der Photodynamischen Therapie zu beachten?
Sie sollten im Anschluß an die PDT sicherheitshalber für 24 Stunden nicht in die Sonne gehen. Bei der Behandlung von Hautarealen am Kopf sollten Sie einen Hut oder eine vergleichbare Kopfbedeckung für die gesamte Therapiephase von circa zwei Wochen tragen. Im Gesicht empfiehlt sich die Verwendung von Sunblockern, d.h. von Lichtschutzcremes mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor.
Wie teuer ist die Durchführung der Photodynamischen Therapie?
Die PDT gehört bisher nicht zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Wir bieten Ihnen diese innovative Behandlungsmethode als individuelle Gesundheitsleistung im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) an.

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