Warzen

Liebe Patientin, lieber Patient,
die Behandlung von Warzen ist häufig problematisch und langwierig. Das hängt damit zusammen, daß Warzen durch Viren, d.h. extrem kleine Organismen verursacht werden, gegen die es bis heute keine selektiv wirkenden Mittel gibt. Nahezu alle Behandlungsmethoden bestehen daher in einer Zerstörung des Warzengewebes und Beseitigung der darin lebenden Warzenviren.
Da es sich bei Warzen um harmlose und gutartige Neubildungen handelt, sollte die Behandlung risikolos und schmerzarm sein sowie keine größeren Narben hinterlassen. Für den Erfolg der Therapie ist Ihre aktive und konsequente Mitarbeit notwendig.
Bitte beachten Sie deshalb folgende Empfehlungen:
Bei Warzen an den Fußsohlen und Handflächen muß die starke Hornhaut regelmäßig abgetragen werden. Dafür eignet sich am besten eine feine Hautschere, ein Skalpell oder ein Hornhauthobel.
Die Ablösung der Hornhaut läßt sich auch mit einem salizylsäurehaltigen Pflaster (Guttaplast) erreichen. Schneiden Sie Guttaplast so aus, daß die Warze vollständig davon bedeckt wird und benutzen Sie dann ein wasserfestes, gut klebendes Pflaster (z.B. Hansaplast oder Leukoplast) zur Fixierung. Kommt es zu einer schmerzhaften Rötung und Irritation der Warze oder der Warzenumgebung unter Guttaplast, sollten Sie mit dem Abkleben einige Tage pausieren.
Die konsequente und regelmäßige Entfernung der Warzenhornhaut ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, daß die Wurzel der Warze durch Auftragen einer geeigneten Warzenlösung (z.B. Verrumal oder Duofilm) oder durch die begleitend durchgeführte Vereisung mit flüssigem Stickstoff zerstört werden kann. Warzen an den Fingern, Handrücken oder Zehen werden wie beschrieben mit Guttaplast abgeklebt oder mit einer Warzen-Lösung (z.B. Verrumal oder Duofilm) täglich mehrfach betupft. Beachten Sie dabei, daß die säurehaltige Lösung nicht auf die gesunde Haut um die Warze herum gelangt!
Es hat sich als sehr nützlich erwiesen, neben der Behandlung mit Guttaplast oder einer Warzen-Lösung eine Vereisung der Warzen mit flüssigem Stickstoff vorzunehmen. Diese Methode ist wegen der geringen Schmerzhaftigkeit auch für Kinder geeignet und hat das Ziel, die Warzenviren durch Kälte abzutöten. Ist es bereits zu einer starken Vermehrung oder Aussaat von Warzen an den Händen oder Füßen gekommen, empfiehlt sich eine begleitende homöopathische Therapie mit Thuja Oligoplex oder Thuja D 12 DHU und Causticum D 12 DHU über mehrere Wochen oder gar Monate. Besonders hartnäckige oder größere Warzen lassen sich manchmal nur operativ (z. B. mit einer elektrischen Schlinge) in örtlicher Betäubung dauerhaft entfernen.
Bei Erwachsenen bilden sich Warzen häufig innerhalb stark verhornter Areale an den Fußsohlen aus, die durch enges Schuhwerk und/oder durch Veränderungen des Fußskelettes entstehen. In solchen Fällen ist dringend eine Druckentlastung erforderlich.

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